Pestalozzi Realschule | Jahresbericht 22 . 23

25 kranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige. Sie geben den Betroffenen Halt und gehen mit ihnen den schweren Weg durch Sorgen, Fragen, Hoffnungen, Ängste und Trau- er. Sie besuchen Sterbende zu Hause, im Pfle- geheim, im Krankenhaus oder im stationären Hospiz, sorgen für Entlastung für die Familien und das soziale Umfeld. Sie führen Gespräche, spielen mit den Patient*innen, machen kleine- re Ausflüge, übernehmen Erledigungen, teilen Sorgen und Leid, spenden Trost und sind ein- fach für sie da. Susanne Grünbeck Von Herrn Biersacks Besuch berichtet Ole aus Kl. 9: Am Mittwoch, den 24.05.23 hatte die PPRS einen ganz besonderen Besuch: Herr Biersack von der Hospizbewegung. Wir hatten die Möglichkeit, mehr über dessen ehrenamtliche Tätigkeit herauszufinden. Es war eine inspirie- rende und lehrreiche Erfahrung, von der ich gerne berichten möchte. Erst gab er uns einen Einblick in sein persön- liches Leben und erzählte uns, wie er dazu kam, für das Hospiz zu arbeiten. Danach sprach er über die verschiedenen Aufgaben, die man als Mitarbeiter eines Hospizdiens- tes hat. Dazu zählen Unterstützung der Patienten, Schmerz- und Symptomkontrolle. Nach der Präsentation hatten wir noch die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit ihm über seinen Beruf zu disku- tieren. Viele von uns waren beeindruckt von seiner Hinga- be und seinem Engagement, das er für seine Arbeit zeigt. Es war inspirierend zu hören, wie er über die positiven Aus- wirkungen sprach, die er auf das Leben der Menschen ha- ben kann, selbst in schwierigen Zeiten. Ole Johannis, Kl. 9 2.6.5 „Stolpersteine“ – ein Besuch von Terry Swartzberg Am 08.03.2023 besuchten uns (die Klasse 9) Herr Terry Swartzberg und sein Assistent Junior, die uns mehr über das Thema „Stolpersteine“ und „Judentum in Deutsch- land“ erzählten. Junior macht sein FSJ bei Herrn Swartz- bergs Organisation. Terry Swartzberg ist selbst Jude und erzählte uns anfangs erstmal etwas über seine Geschichte und zeigte uns seine Kippas, die er mitgebracht hatte. Er selbst wurde durch den Selbstversuch, eine Kippa in der Öffentlichkeit zu tragen, bekannt und entschied sich diese trotz mancher Vorurtei- le in der Öffentlichkeit zu tragen. Anschließend kam er zu dem Hauptthema seines Vortrags: den „Stolpersteinen“. Er erzählte uns, was es mit diesen auf sich hat und wozu diese eigentlich dienen. Wir lernten, dass durch die im Bo- den verlegten kleinen Gedenktafeln an das Schicksal der Menschen erinnert werden soll, die in der Zeit des Natio- nalsozialismus verfolgt, ermordet oder vertrieben wurden. Stolpersteine werden vor den Häusern der jeweiligen Op- fer des Nationalsozialismus in den Boden eingesetzt, so dass man sich jedes Mal, wenn man an diesen Häusern vor- bei geht, an diese Zeit erinnert. Herr Swartzberg zeigte uns dann noch ein Video über Stolpersteine mit einem Lied, das er selber geschrieben hatte. Durch ihn konnten wir alle noch viel mehr über das Judentum und die Stolpersteine erfahren und viel dazu lernen. Larissa Hantschel nach den Geschwistern Scholl und nach Professor Huber, der die Mitglie- der der Weißen Rose unterstützte und ebenfalls zum Tode verurteilt wurde, benannt. Wir betrachteten die in den Boden eingelassenen Flugblätter der Weißen Rose. In der Uni betraten wir das kleine Mu- seum, wo wir eine Führung von einer Studentin erhielten. Susanne Grünbeck Isabell aus Klasse 9 berichtet: Wir haben gelernt, dass Alexander Sch- morell und Hans Scholl nach der Rück- kehr von der russisch-deutschen Front im Zweiten Weltkrieg Briefe an höhere Positionen geschrieben haben, um sie zu überzeugen, sich gegen Hitler aufzu- lehnen. Danach haben sie Freunde gefragt, ih- nen zu helfen, weitere Flugblätter an die Bevölkerung zu verteilen. Die Flug- blätter waren leichter und kürzer ver- fasst, damit sie jeder verstehen kann. Um Flugblätter in größeren Mengen zu pro- duzieren, wurden sie mit Druckmaschi- nen gedruckt. Sie haben zudem Briefe in ganz Deutschland versendet, um dem Fokus nicht zu sehr auf München zu legen. Isabell Stirnweiß, Klasse 9 Anna, Larissa, Toni und Fee haben den Besuch wie folgt erlebt: Wir fanden den Ausflug an die Uni in München sehr span- nend und sehr lehrreich. Die Studentin, die unsere Führung leitete, hat alles sehr gut rübergebracht. Wir konnten an der Uni direkt sehen, wo Geschichte passiert ist. Es ging vor allem um die Verfasser der sechs Flugblätter, wie sie lebten, was sie erreichten und wie sie schließlich hingerichtet wor- den sind. Dass Hans Scholl und Alexander Schmorell den Mut hatten, mit dem Schreiben der Flugblätter zu begin- nen, fanden wir sehr beeindruckend. Sie waren es, die die ersten Flugblätter geschrieben haben, erst später kamen die anderen Mitglieder der „Weißen Rose“ dazu. Auch ihre Unterstützung, vor allem die von Sophie Scholl als einziger Frau fanden wir sehr eindrucksvoll. Alexander Schmorell war halb Russe, halb Deutscher und trotzdem musste er im Krieg an der Front gegen Russland als Sanitäter dabei sein. Allgemein war ihre Aktion na- türlich eine wirklich riskante, und mit jedem verschickten Flugblatt stieg die Chance aufzufliegen. Am Ende wurden sie durch ein Missgeschick vom Hausmeister der Uni ge- fasst. Selbst wenn alle sechs unberechtigter Weise ums Le- ben gekommen sind, war der Widerstand, den sie geleistet haben, enorm wichtig! Wir finden es schön, dass sie nicht vergessen wurden und wir heute noch etwas über sie und ihre mutige Geschichte erfahren dürfen. Anna Arendts, Larissa Hantschel, Antonia Hey, Fee Özsahin- Klasse 9 2.6.4 Besuch eines Hospizmitarbeiters in Kl. 9 Wir haben über „Sterben, Tod und Trauer“ im Religions- unterricht gesprochen. Deshalb besuchte uns Herr Biersack vom Christophorus Hospiz Verein in der Schule. In der Hos- pizarbeit begleiten ehrenamtlich Mitarbeitende schwer

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