Handlungsfeld 1:

Projektthema Nachhaltigkeit in der Schule verankern

Entwicklung, Aktionen und zeitlicher Ablauf des Projektes:
Die klasseninternen Projekttage fanden in diesem Jahr wieder im Umfang von 2 Tagen zum Thema "Afrika - ein Kontinent der Vielfalt" unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit statt. Verschiedenste Projekte, u. a. zur Herstellung von Trommeln aus Abfallmaterialien oder eine selbst entwickelte Umfrage zu Fleischkonsum in Europa und Afrika wurden angeboten und gemeinsam durchgeführt. Die Themen wurden dabei von den Lehrkräften ausgewählt, die Ausgestaltung erfolgte gemeinsam mit dem Schüler*innen. In Klasse 9 wurde das Projektthema "Afrika" unter der besonderen Berücksichtigung der Nachhaltigkeit für die Projektarbeiten eingesetzt, die eine Schulaufgabe im Fach Deutsch ersetzen. Hierbei sind großartige Arbeiten entstanden, unter anderem mehrere Modelle sowie ein Gedicht über Erdöl, das eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Problematik aufzeigt. Der Zeitrahmen betrug 5 Wochen für die Projektphase. Das Schülercafe der Klasse 7 (Pausenverkauf für die Schule) ist so umstrukturiert worden, dass nur noch Backwaren aus nachhaltiger ökologischer Herstellung (Hofpfisterei) sowie Beläge aus Bio-Produktion (Bio-Supermarkt) angeboten werden. Auch die Lagerung der Waren erfolgt nun in speziell dafür angeschafften Behältern, die gespült werden können. Die Pflege des Hochbeetes obliegt weiterhin der Klassenstufe 6, die Nutzung der Klassenstufe 7 im Rahmen des Schülercafes. Das Insektenhotel musste leider nach einem Sturmschaden wieder neu gebaut werden. Für Feste wurden vom Elternbeirat nach den bruchfesten spülbaren Bechern noch waschbare Tischdecken angeschafft, die die Papier- oder Plastiktischdecken dauerhaft ersetzen und sich großer Beliebtheit erfreuen.

Bezüge des Projekts zur nachhaltigen Entwicklung:
In den verschiedenen Projekten, vor allem aber in den Projektarbeiten der Klasse 9, konnten die Schüler*innen selbst gut herausarbeiten, welche Folgen unser Verhalten auf (das Leben in) Afrika hat - vor allem bzgl. des Fleischkonsums, der fossilen Brennstoffe sowie der seltenen Erden waren sie erstaunt über die Ergebnisse. Um das Schülercafe in oben beschriebener Neuausrichtung (mit den Neuanschaffungen für die Lagerung der Waren sowie den Bezug aus vorwiegend regionaler Herstellung) weiterhin mit moderaten Preisen für die Schüler*innen betreiben zu können, wurde ein Umweltbeitrag von allen Eltern eingezogen. Damit wird auch das Hochbeet immer wieder neu bestückt, um die dann gezogenen Früchte/Gemüse/Kräuter in der Schulküche sowie im Schülercafe zu verwenden. Durch die Anschaffung der Tischdecken und Becher konnte bei Festen, gemeinsamen Essen, Elternsprechtagen und am Tag der Offenen Tür deutlich Müll eingespart werden.

Die Ausgestaltung der Projektarbeiten in Klasse 9 erfolgte durch die Schüler*innen selbst im Rahmen der vorgegebenen Themen. Hier war eine große Bandbreite von reinen digitalen Präsentationen über kreative Arbeiten wie Modelle bis hin zu philosophischen Betrachtungen zu finden. Die Ausgestaltung der Projekttage fand vor allem unter Anleitung der Lehrkräfte bzw. externen Referenten statt. Die Anschaffung der Tischdecken und Becher erfolgte auf Vorschlag der SMV durch den Elternbeirat, der die Gelder dafür bereitstellen konnte.

Handlungsfeld 2:

Projektthema Umgang mit Plastik

Entwicklung, Aktionen und zeitlicher Ablauf des Projektes:
Die SMV hat mit ihrer Plastikmüll-Initiative und dem zuverlässigen Entsorgen des Plastikmülls zur Sammelstelle die Anschaffung von entsprechenden Trennsystemen in allen Klassenzimmern und zentral auf allen Stockwerken ermöglicht. Diese sind angeschafft worden und befinden sich im Einsatz. Plastikflaschen werden weiterhin zentral gesammelt, der Gewinn aus den Pfandrückzahlungen wird an eine gemeinnützige Einrichtung gespendet (Obdachlosenhilfe). Aus der Idee der Mülltrennung als kleinem Beitrag zur Nachhaltigkeit ist auf Betreiben der Schüler*innen eine AG mit Unterstützung durch Lehrkräfte und Eltern zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz ins Leben gerufen worden, die vorwiegend durch die Schüler*innen organisiert und mit Inhalten gefüllt wird. Die SMV ist hier unterstützend beteiligt. Die Schule hatte bereits zu Beginn des Schuljahres die Plastik-Ablagen der Ganztagsschüler durch Holzablagen ausgetauscht, die nun deutlich länger halten und auch bei den Schüler*innen gut ankommen.

Bezüge des Projekts zur nachhaltigen Entwicklung:
Durch das bewusste Trennen nach Papier/Plastik/Restmüll wurde einigen Schüler*innen erst bewusst, wo man auch Verpackungen sparen kann. Dadurch stiegen zunehmend mehr Schüler*innen auf Mehrweg-Brotzeitdosen sowie Mehrweg-Getränkeflaschen um. Auch das sichtbar werdende Müllvolumen des Plastikmülls, der zur Sammelstelle gebracht werden musste, verdeutlicht jedes Mal, dass Handeln dringend nötig ist. Inzwischen reduziert sich das Plastikmüllvolumen spürbar, ohne dass das Restmüllvolumen wieder zunähme.
Die SMV hatte sich als Ziel gesetzt, den Plastikmüll deutlich zu reduzieren. Dafür waren verschiedene Ideen in den Klassenräten besprochen worden. Als gemeinsame Aktion konnte sich dann die Mülltrennung durchsetzen. Auf die Initiative einer Lehrkraft hin konnte wieder eine Sammeltonne für Pfandflaschen installiert werden, die von allen Protagonist*innen "fleißig gefüttert" wird, so dass dabei auch gleichzeitig für einen gemeinnützigen Zweck gespendet wird.

Für die Umsetzung und Realisierung der Projekte wurden auch externe Referenten sowie Museumspädagogen (v. a. Museum 5 Kontinente, Museum Mensch und Natur) mit einbezogen. Die Ergebnisse der Projektarbeiten in Klasse 9 wurden wieder am Tag der Offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert sowie in einer eigenen Veranstaltung den Eltern und anderen Interessierten. Eine zusammenfassende Darstellung aller Aktionen erfolgt auch im Jahresbericht. Die Bildung für nachhaltige Entwicklung ist auch außerhalb des Lehrplans im Schulleben verankert: Das Schülercafe wird als "Schülerfirma" in Klassenstufe 7 als Klassenprojekt über das ganze Jahr geführt - hierbei steht vor allem auch der Aspekt der Nachhaltigkeit im Vordergrund. Die Klassenstufe 6 ist "zuarbeitend" mit dem Hochbeet beteiligt. Die AG Nachhaltigkeit versucht neben der Mülltrennung verschiedene Aktionen noch fester zu etablieren, z. B. mit den Energiedetektiven und Ideen zur nachhaltigen Gestaltung des Pausenhofes nach dem Bau des "Hauses der Künste", das auch vom Schulträger so nachhaltig wie möglich geplant ist (der Bau verzögert sich leider, so dass nähere Planungen von Seiten der Schüler*innen noch warten müssen). Initiiert durch das Schulforum und unterstützt von der SMV werden (regelmäßige) Aktionen geplant und durchgeführt, wie z. B. Handysammelaktion, Verkauf von Produkten aus fairem Handel, Umwelttag, Mülltrennung. Die AG Nachhaltigkeit regt an zum Energiedetektiv und zur Teilnahme an Wettbewerben (nach der erfolgreichen Teilnahme am Umwelt-Einstein mit einem 11. Platz wollen sie an mehr Wettbewerben teilnehmen). Im Schulforum werden alle laufenden Aktionen gesammelt und reflektiert. Es wird abgesteckt, wo noch weiterer Bedarf herrscht. Der Schulträger (Offenes Bildungshaus gGmbH) ermöglicht kostenfrei die regelmäßigen Angebote des Repair-Cafes im Schulgebäude.